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eCall: Slowenien EU-Pionier bei automatischem Unfallerkennungssystem
05.04.2016 00:34
Bis Ende März 2018 müssen alle Neuwagen, die in der EU verkauft werden, mit dem sogenannten eCall-System ausgestattet sein. Das sind Notrufgeräte, die die Rettungsdienste bei Notfällen automatisch benachrichtigen. Slowenien ist das erste EU-Land, dass dieses System bereits eingeführt hat. In einem Notfallzentrum in Ljubljana wird es benutzt. Bostjan Tavcar ist der Leiter des Zentrums: “ECall ist ein System, das im Auto installiert wird. Es registriert, wie die Geschwindigkeit des Wagens sich verändert, ob der Airbag aufgegangen ist und sendet Daten, zum Beispiel den Unfallort, in welcher Richtung das Auto unterwegs war, wie viele Leute an Bord waren oder was der Wagen tankt.” EU-Abgeordneten zufolge soll es bald möglich sein, das System zu einem vernünftigen Preis auch in älteren Fahrzeugen einzusetzen. Wahrscheinlich werde es möglich sein, das Gerät unter dem Fahrersitz zu befestigen. Die größte Hürde beim Beschluss, das System verpflichtend zu machen, waren Datenschutzbedenken. Den Herstellern zufolge sollen die Informationen jedoch nur im Falle eines Unfalls weitergegeben werden. Auch in Kroatien ist man von eCall überzeugt. Marijan Rimac, vom kroatischen Automobilklub: “Es geht vor allem darum, Menschenleben zu retten. eCall könnte schätzungsweise mindestens 2000 Leben pro Jahr in Europa retten und Unfallfolgen drastisch reduzieren.” Die Anzahl der Unfälle auf Europas Straßen ist nach Angaben der EU-Kommission seit 2001 kontinuierlich gesunken. eCall soll dafür sorgen, dass es noch weniger Opfer gibt.
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