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Alexander Bartz rückte im November nach Hektische Woche für neuen Bundestagsabgeordneten aus Vechta

Hermann Gerdes
Alexander Bartz ist im November in den Deutschen Bundestag nachgerückt. Seitdem hat der Vechtaer gut zu tun.

Alexander Bartz ist im November in den Deutschen Bundestag nachgerückt. Seitdem hat der Vechtaer gut zu tun.

Samir

Vechta - „Das waren schon enorme hektische Wochen.“ Erst kürzlich zum Jahreswechsel hatte Alexander Bartz aus Vechta ein paar Tage Zeit zum Luftholen. Seit dem 8. November ist der 38-jährige Mitglied des Bundestages. „Von der ersten Minute an war jeder Tag bis oben vollgestopft“, zieht er eine erste Terminbilanz.

In Dinklage gekündigt

Das wahre politische Leben als Politiker begann am 6. November 2022. An diesem Sonntag wird endgültig verkündet, dass Falko Mohrs (SPD) als Nachfolger des aus Berne kommenden Politikers Björn Thümler (CDU) neuer niedersächsischer Minister für Wissenschaft und Kunst wird und damit aus dem Bundestag ausscheidet. „Am Montag habe ich dann bei der Gemeinde Dinklage gekündigt.“ Dort war Bartz seit dem Jahresanfang City-Manager. Am Dienstag ging es mit dem Zug zur Landeswahlleiterin. Sie verkündete den Wechsel des Bundestagsmandates bei der SPD von Mohrs zu Bartz. Es ging am Mittwoch weiter nach Berlin. Und schon am Donnerstag steht die erste Abstimmung im Bundestag ab. „Vom ersten Tag an war ich in alle Pflichten, Termine und Aufgaben eingebunden.“ Es gab kaum Zeit zum Luftholen. Dank einer Reihe neuer Kollegen und seiner Mitarbeiter – der letzte tritt seinen Dienst am 1. Februar an – „konnte ich vom ersten Tag an funktionieren“.

Alexander Bartz hielt sich an seine Vorgänger – die SPD-Mitglieder aus dem Wahlkreis im Bundestag. Wie Hans Lemp – 1928 in Vechta geboren und dort 2014 gestorben –, der von 1967 bis 1980 im Bundestag saß, wie der Friesoyther Günter Graf (heute 81 und in Dötlingen lebend) und wie die Cloppenburgerin Gabriele Groneberg (67), die nach sechs Jahren im Landtag ab 2002 mit einer dreijährigen Unterbrechung bis 2017 im Bundestag saß, schloss sich Alexander Bartz den „Seeheimern“ an.

Im „Seeheimer Kreis“

92 Abgeordnete der SPD gehörten anfangs dem konservativen „Seeheimer Kreis“ an. Jetzt sind es 93. Er gewinnt im Moment an Bedeutung. Es wird gerätselt, ob die Parlamentarische Linke noch in der Mehrheit ist. „Wie gewünscht“ kam Alexander Bartz in den Wirtschaftsausschuss, hier als Berichterstatter für Groß- und Einzelhandel, Ernährung und Landwirtschaft sowie für kommunale Unternehmen.

Und in der Region standen unzählige Termine an: Eiswette beim Dümmer, Neujahrsempfang der Stadt Friesoythe, Knippessen bei der SPD in Molbergen, Kohlessen bei der SPD Barßel, Weihnachtsfeier der Senioren, längster Christstollen in Vechta – und die erste Besuchergruppe war auch schon in Berlin.

„Natürlich muss ich mich noch in viele Themen einarbeiten“, meint der neue Bundestagsabgeordnete nach den ersten drei Monaten Politik. Dazu zählen auch die Vorstellungen der Grünen zur Agrarpolitik. Aber vorschnelle Urteile will auch Alexander Bartz nicht treffen. Zum neuen Eckpunkte-Papier von Agrarminister Özdemir zur Putenhaltung sagt er: „Das ist nichts anderes als eine Idee.“ Wenn diese Position nicht machbar sei, müssten halt alle an einen Tisch.

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